SATZUNG des
AERO-CLUB HEIDELBERG e.V.

– Luftsportverein –

nach dem Stand vom 15. April 2011

Diese Satzung wurde in der Jahreshauptversammlung am 27.05.1991 beschlossen. Damit sind die alten Satzungen vom 27.07.1951 und 24.04.1964 aufgehoben. Änderungen erfolgten in der Jahreshauptversammlung vom 11.04.2008 und 23.04.2010.

§ 1 Name, Sitz, Dauer und Geschäftsjahr

1.1 Der Verein führt den Namen „AERO-CLUB HEIDELBERG“. Er ist aus der ehemaligen „Interessensgemeinschaft Heidelberger Segelflieger und Modellbauer (gegr. 1949)“ hervorgegangen.

1.2 Der Verein hat seinen Sitz in Heidelberg.

1.3 Der Verein ist im Vereinsregister eingetragen unter der Nummer: VR 245.

1.4 Die Dauer des Vereins ist unbegrenzt.

1.5 Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

2.1 Der Zweck des Vereins ist

  • die Ausübung und Förderung des Luftsports,
  • die Heranführung der Jugend an den Luftsport und deren Ausbildung,
  • der Zusammenschluss all derer, die am Luftsport interessiert sind unter besonderer Beachtung der Grundsätze von Sicherheit und dem Schutz der Umwelt.

2.2 Der Verein arbeitet auf gemeinnütziger Grundlage; er unterhält keinen Gewerbebetrieb. Der Verein darf keine anderen als die in § 2 Ziffer 2.1 niedergelegten Zwecke verfolgen. Das Vermögen und etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke des Vereins eingesetzt werden. Etwaige Gewinne dürfen nicht, auch nicht zum Teil, an Mitglieder ausgeschüttet werden. Vergütungen oder Zuwendungen an einzelne Mitglieder zu vereinsfremden Zwecken oder in unverhältnismäßig großer Höhe sind ausgeschlossen. Die Mitglieder des engeren Vorstands erhalten auf Anforderung für ihre Tätigkeit eine pauschale Aufwandsentschädigung von bis zu 500 € pro Geschäftsjahr. Weitere Aufwandspauschalen von jeweils bis zu 500 € p.a können vom Vorstand für weitere Amtsträger beschlossen werden. Die Mittel werden von den dem Funktionsträger zugeordneten Gruppenkassen bereitgestellt. Die Höhe der pauschalen Ausreichungen ist im Kassenbericht der Mitgliederversammlung zu benennen. Der belegte Auslagenersatz bleibt hiervon unberührt.

2.3 Jede politische, konfessionelle, militärische oder militärähnliche Betätigung oder Bestrebung wird abgelehnt.

§ 3 Mitgliedschaft

3.1 Der Verein besteht aus:

  • Ehrenmitgliedern
  • ordentlichen Mitgliedern
  • fördernden Mitgliedern

3.2 Ehrenmitglieder können werden: Personen, die sich um die Zwecke des Vereins hervorragend verdient gemacht haben. Sie werden vom Vorstand ernannt und von der Mitgliederversammlung bestätigt.

3.3 Ordentliche Mitglieder können werden: alle unbescholtenen Personen und Vereine. Stimmrecht haben alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

3.4 Fördernde Mitglieder können auf eigenen Wunsch solche Personen werden, die den Verein durch regelmäßige Geldbeiträge in seiner Arbeit unterstützen.

§ 4 Aufnahme von Mitgliedern

4.1 Aufnahmeanträge sind schriftlich mit Aufnahmeformular an den Vorstand zu richten.

4.2 Durch die Unterschrift auf dem Aufnahmeformular werden die Satzung und die Geschäftsordnung des Vereins bindend anerkannt.

4.3 In besonders begründeten Fällen kann die Aufnahme durch den Vorstand abgelehnt werden. Die Gründe für die Ablehnung müssen schriftlich festgelegt und aktenkundig gemacht werden.

4.4 Der Vorstand ist berechtigt, das Aufnahmegesuch ohne besondere Begründung gegenüber dem Antragsteller abzulehnen.

4.5 Jedes Mitglied hat bei Aufnahme in den Verein eine einmalige Aufnahmegebühr zu entrichten. Die Gebühr ist spätestens bei der Aushändigung des Mitgliedsausweises fällig. In Sonderfällen kann die Aufnahmegebühr durch den Vorstand ermäßigt oder erlassen werden.

4.6 Mit der Eintragung in die Mitgliederliste und Aushändigung des Mitgliedsausweises ist die Aufnahme vollzogen.

§ 5 Geschäftsordnung

Der Vorstand erlässt eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung der Mitgliederversammlung bedarf. In der Geschäftsordnung werden, mit Ausnahme der Beiträge und Gebühren, sämtliche internen Angelegenheiten des Vereins geregelt.

§ 6 Beiträge und Gebühren

6.1 Der Verein erhebt Aufnahmegebühren, Jahresbeiträge und Fluggebühren, die – auch teilweise – in Form einer Jahreskostenpauschale festgesetzt werden können. Daneben können die fliegerisch tätigen Mitglieder zu Dienstleistungen für ihre Fachgruppe verpflichtet werden, ersatzweise zu einer angemessenen Ausgleichsabgabe.

6.2 Das Nähere wird von den für die Festsetzung zuständigen Organen in Gebührenordnungen geregelt.

6.3 Die Aufnahmegebühr und der Jahresbeitrag werden vom Vorstand festgesetzt, soweit sie dem Gesamtverein zufließen. Die Aufnahmegebühr und der Jahresbeitrag von den Fachgruppen werden von diesen vorgeschlagen und dem Vorstand zur Genehmigung vorgelegt. Die Gebühren für den Flugbetrieb werden von den Fachgruppen vorgeschlagen und bedürfen ebenfalls der Zustimmung des Vorstands. Bei erheblichen Gefahren für den Fortbestand des Vereins kann der Vorstand die Gebühren und Beiträge aus eigener Zuständigkeit festsetzen.

§ 7 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand und der erweiterte Vorstand
  • die Gruppen, Ausschüsse und Referenten

§ 8 Mitgliederversammlung

8.1 Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Ihre Beschlüsse sind für den Vorstand bindend.

8.2 Die Mitgliederversammlung setzt sich aus den stimmberechtigten Mitgliedern zusammen. Ehrenmitglieder haben je eine Stimme. Ordentliche Mitglieder haben je eine Stimme, vorausgesetzt, dass sie mit ihren Beitragsverpflichtungen auf dem laufenden sind. Ehrenmitglieder und ordentliche Mitglieder haben das Recht, Anträge zu stellen. Fördernde Mitglieder haben beratende Stimme. Die Mitgliederversammlung wird geleitet vom

  • 1. Vorsitzenden oder
  • 2. Vorsitzenden oder
  • von einem durch die Versammlung zu wählenden Versammlungsleiter.

8.3 Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand mit einer Frist von mindestens vierzehn Tagen unter Angabe von Ort, Zeit und Tagesordnung durch schriftliche Einladung an die Mitglieder bekanntgegeben. Alle, auch die nicht stimmberechtigten Mitglieder, sind zur Mitgliederversammlung einzuladen. Ein eventueller Einspruch gegen die ordnungsgemäße und fristgerechte Einberufung einer Mitgliedersammlung muss zwingend begründet und bewiesen werden.

8.4 Die Jahreshauptversammlung findet als ordentliche Mitgliederversammlung in der ersten Hälfte jedes Geschäftsjahres statt. Die Tagesordnung umfasst:

a) die Entgegennahme des Geschäftsberichts
b) den Bericht der Kassenprüfer und die Genehmigung des Rechnungsabschlusses
c) die Entlastung des Vorstands
d) die Wahl des Vorstands
e) die Wahl von zwei Rechnungsprüfern und deren Stellvertreter für das laufende Geschäftsjahr
f) die Entscheidung über Anträge von Vorstand oder Mitgliedern
g) Satzungsänderungen
h) Höhe und Fälligkeiten der Beiträge
i) die Genehmigung der vom Vorstand aufgestellten Geschäftsordnung
k) die Auflösung des Vereins.

Die Tagesordnungspunkte a) bis e) müssen in jeder Jahreshauptversammlung behandelt werden.

8.5 Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss innerhalb von vier Wochen vom Vorstand einberufen werden, wenn ein Drittel der stimmund antragsberechtigten Mitglieder unter Angabe von Zweck und Gründen einen entsprechenden schriftlichen Antrag stellt.

8.6 Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Alle Beschlüsse werden, soweit die Satzungen nicht anders bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden der Versammlung.

8.7 Die von der Mitgliederversammlung vorzunehmenden Wahlen werden durch Stimmzettel vollzogen. Wahlen durch Zuruf sind zulässig, wenn kein Widerspruch aus der Versammlung erhoben wird. Gewählt ist derjenige, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt.

8.8 Anträge der Mitglieder, die in der Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung gebracht werden sollen, müssen mindestens 6 Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich bei dem 1. Vorsitzenden eingebracht sein und können von ihm nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Wenn sich kein Widerspruch aus der Versammlung erhebt, können in dringenden Fällen auch während der Mitgliederversammlung noch Anträge in die Tagesordnung aufgenommen werden.

8.9 Über den Verlauf jeder Mitgliederversammlung und über die gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Leiter der Versammlung und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 9 Der Vorstand

9.1 Der Vorstand besteht aus dem

  • 1. Vorsitzenden
  • 2. Vorsitzenden
  • Schriftführer
  • Schatzmeister und
  • Luftsportreferenten

9.2 Der 1. Vorsitzende und der 2. Vorsitzende sind Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jeder ist für sich alleine vertretungsberechtigt.

9.3 Die Wahl der Mitglieder des Vorstands erfolgt durch die Mitgliederversammlung nach § 8.7 dieser Satzung für die Dauer von 3 (drei) Jahren. Eine wiederholte Wiederwahl in Folge ist möglich. In jeder Jahresmitgliederversammlung sollten ein bis zwei Mitglieder des Vorstands gewählt werden, um die Kontinuität innerhalb des Vorstands zu gewährleisten.

9.4 Scheidet ein Mitglied des Vorstands vorzeitig aus, so kann durch den Vorstand eine Zuwahl bis zur nächsten Mitgliederversammlung erfolgen. In dieser Mitgliederversammlung muss dann eine Neuwahl erfolgen.

9.5 Der erweiterte Vorstand setzt sich neben den 5 Mitgliedern des engeren Vorstands zusammen aus den

  • Leitern der Luftsportgruppen
  • dem Leiter(n) der Jugendgruppe (Jugendleiter)
  • Leitern der Ausschüsse
  • Referenten für Öffentlichkeitsarbeit und
  • Referenten für Umweltschutz als Beisitzer.

Die Leiter der Luftsportgruppen und der Jugendgruppe werden durch die Mitglieder ihrer Gruppen auf 1 Jahr gewählt. Die Leiter von Ausschüssen und die Referenten werden durch den engeren Vorstand ernannt und beauftragt.

9.6 Vorstandsmitglieder können in besonderen Fällen zugleich für Funktionen des erweiterten Vorstands berufen oder gewählt werden, desgleichen Mitglieder des erweiterten Vorstands für mehrere Funktionen im erweiterten Vorstand. Sie haben dann für jedes Fachgebiet je eine Stimme. Zwei oder mehrere Sitze im engeren Vorstand können nicht in einer Person vereinigt werden.

9.7 Der Vorstand kann auch Mitglieder des Vereins, die für eine tätige Mitarbeit besonders geeignet erscheinen, zum erweiterten Vorstand hinzuziehen.

9.8 Sitzungen des engeren oder erweiterten Vorstands werden vom 1. oder 2. Vorsitzenden oder dem Schriftführer in gegenseitiger Abstimmung einberufen. In jedem Quartal muss mindestens eine Vorstandssitzung durchgeführt werden.

9.9 Der engere oder erweiterte Vorstand muss innerhalb von 14 Tagen zu einer Sitzung einberufen werden, wenn mindestens drei Mitglieder des erweiterten Vorstands unter Angabe von Zweck und Gründen einen entsprechenden schriftlichen Antrag stellen.

9.10 Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sind, darunter der 1. oder der 2. Vorsitzende. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden der Versammlung.

9.11 Über den Verlauf jeder Vorstandssitzung und über die gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Leiter der Sitzung und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 10 Austritt und Ausschluss

10.1 Die Mitgliedschaft im Verein erlischt durch freiwilligen Austritt, Ausschluss oder Tod. Der freiwillige Austritt ist nur mit mindestens zweimonatiger Kündigungsfrist zum Ende eines Kalenderjahres möglich. Die Kündigung ist dem Vorstand schriftlich einzureichen. Die Kündigungsfrist beginnt mit dem Eingang des Kündigungsschreibens beim Vorstand oder mit dem Datum des Poststempels.

10.2 Zahlt ein Mitglied trotz mehrmaliger Aufforderung seine rückständigen Beiträge nicht, so kann der Vorstand den Ausschluss verfügen. Ein zeitlich begrenzter oder endgültiger Ausschluss eines Mitgliedes kann durch den Vorstand auch dann erfolgen, wenn dem Mitglied entweder ein unehrenhaftes oder die Interessen und das Ansehen des Vereins schädigendes Verhalten nachgewiesen wird.

10.3 Gegen den Ausschluss kann das betroffene Mitglied innerhalb eines Monats Berufung an die Mitgliederversammlung einlegen. Diese entscheidet dann endgültig.

10.4 Mit dem Erlöschen der Mitgliedschaft erlischt auch jeder Anspruch gegen den Verein. Ausscheidende Mitglieder haben den Mitgliedsausweis sofort abzugeben. Ausgetretene Mitglieder haben die Beiträge zu zahlen bis zum Ende des laufenden Jahres, ausgeschlossene Mitglieder bis zum Tage ihres Ausscheidens. Verpflichtungen gegenüber dem Verein, soweit sie sich aus der Mitgliedschaft herleiten, bleiben bestehen.

§ 11 Satzungsänderungen und Auflösung

11.1 Über Satzungsänderungen oder Auflösung des Vereins darf in einer Mitgliedersammlung nur dann verhandelt und abgestimmt werden, wenn dies bei der Einberufung der Versammlung auf der Tagesordnung stand.

11.2 Satzungsänderungen sind nur gültig, wenn sie in der Jahreshauptversammlung oder in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit Dreiviertel-Mehrheit von den anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern beschlossen werden.

11.3 Die Auflösung des Vereins kann nur von einer eigens zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliedersammlung, bei der mindestens drei Viertel aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein müssen, mit DreiviertelMehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Falls die erforderliche Zahl von Mitgliedern nicht anwesend ist, muss innerhalb von vier Wochen mit einer Frist von mindestens einer Woche eine zweite außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. In dieser Versammlung wird ohne Rücksicht auf die Zahl der stimmberechtigten Anwesenden mit Dreiviertel-Stimmenmehrheit über die Auflösung entschieden. Das Finanzamt Heidelberg muss unverzüglich unterrichtet werden, wenn ein Beschluss zur Auflösung des Vereins gefasst worden ist.

11.4 Bei Auflösung des Vereins fließt das gesamte Vermögen dem Baden-Württembergischen Luftfahrt-Verband e.V. (gemeinnütziger Verein) Stuttgart bzw. seinem Rechtsnachfolger zu, falls dieser gleichfalls die Eigenschaft der Gemeinnützigkeit besitzt. Das dem BWLV zufließende Vermögen muss zweckgebunden zur Förderung der Jugendarbeit im Luftsport in der Region Nordbaden verwendet werden. Sollte der Baden-Württembergische Luftfahrt-Verband e.V. Stuttgart oder ein gemeinnütziger Rechtsnachfolger nicht mehr bestehen, so sind die Sachwerte zu veräußern; das danach in Geldwert verbleibende gesamte Vereinsvermögen fließt dem Deutschen Roten Kreuz zu. Diese, mit Beschlüssen in der Jahreshauptversammlung am 15.04.2011 neugefasste Satzung, den Änderungen vom 11.04.2008 und 23.04.2010, wird hiermit zur Eintragung in das Vereinsregister VR 245 angemeldet.

 

Heidelberg, den 28.07.2011

Axel Schulz-Siepen
1. Vorsitzender

Silvia Egenlauf
Schriftführerin