SF36r

In der 1970er Jahren begannen die Flugzeugbauer zunächst im Segelflugbereich wegen der vielfach besseren Flugleistungen auf glasfaserverstärkte Kunststoffe statt Stahl- und Holzkonstruktionen umzusteigen. Die Firma Scheibe in Dachau hatte mit der gutmütigen SF25, auf der die überwiegende Mehrzahl der Motorseglerpiloten geschult worden war, bereits in der 1950er Jahren einen durchschlagenden Erfolg. Mit der SF36 sollte diese Geschichte auch im Kunststoffzeitalter weitergeschrieben werden. Leider kam die SF36 zu spät und konnte sich nicht mehr gegen ihre Konkurrenten wie die Diamond Dimona oder die Grob 109 durchsetzen. Es blieb bei insgesamt sieben gebauten Exemplaren.

Die SF36R ist mit einem 80PS Rotaxmotor ausgetattet und weit mehr als die SF25 auf Flugleistung ausgelegt. In die Fußstapfen der SF25 tritt die SF36 bei weitem nicht in allen Aspekten, aber sie ist in der Segelfluggruppe zu einem wertvollen Begleiter in Punkten wie Unabhängigkeit und Flugreisen geworden.

Länge: 7,18 m 
Spannweite: 16,38 m 
Höhe: 1,58 m 
Flügelfläche: 15,60 m² 
Flügelstreckung: 17,33 
Gleitzahl: 29 
Geringstes Sinken (100km/h): 0,92 m/s 
Nutzlast: 185 kg 
Maximales Abfluggewicht: 725 kg 
 
Reisegeschwindigkeit: 160–195 km/h 
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h 
Dienstgipfelhöhe: 5000 m 
Maximale Reichweite: 650 km 
Triebwerk: Rotax 912A - 80PS Vierzylinder Boxermotor